München gilt als Heimat des Maßkrugs und des Bieres. Seit Gründung der Stadt im Jahr 1158 wird hier schon gebraut. Nirgendwo sonst gibt es so viele Brauereien, Bierfeste und Biergärten. Der Maßkrug ist deshalb ein München-Symbol.

Augustiner als älteste Brauerei

Seit dem Mittelalter baut man in Bayern schon Hopfen an und Bier brauten daraus damals hauptsächlich die Klöster. Augustiner, die älteste Brauerei der Stadt, war ursprünglich eine Klosterbrauerei. Später gab es auch Handwerkszünfte, die sich dem Bierbrauen widmeten.
Die Inhaltsstoffe aus denen ein Münchner Bier bestehen darf, legt das bayerische Reinheitsgebot aus dem Jahr 1516 genau fest. Es wurde von Herzog Wilhelm IV. erlassen und besagt, dass ausschließlich Hopfen, Malz und Wasser erlaubt sind. München kann heute auf sieben große Biermarken stolz sein. Dazu gehören Augustiner, Spaten, Paulaner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu und Franziskaner.

Der Maßkrug ist ein bayerischer Bierkrug. Benannt ist er nach der Maß, einer Volumeneinheit aus dem 19. Jahrhundert. Sie entspricht in etwa einem Liter. In München verwendet man den Maßkrug zum Ausschank von Bier oder Radler auf dem Oktoberfest, in den Biergärten und Gaststätten. Früher gab es vor allem Bierkrüge aus Steinzeug. Inzwischen sind sie meist aus Glas. Zur Wiesnzeit gibt es einen speziellen Oktoberfest-Krug. Dieser wird jedes Jahr neu gestaltet und man kann ihn zum Sammeln kaufen.

Maßkrug auf allen Festen

Am 23. April feiern die Münchner den Tag des Bieres. Dann wird am Bierbrunnen vor dem Haus des Bayerischen Brauerverbands mit Freibier angestoßen. Außerdem kürt der Münchner Brauerbund alljährlich eine Bierkönigin, die ein Jahr lang das bayerische Bier repräsentiert.
In München gibt es noch viele andere Bierfeste. Gleich nach dem Fasching beginnt die Starkbierzeit, im Frühling schenkt man Maibock aus, das Frühlingsfest und die Auer Dult starten. Weltweit größtes Bierfest ist natürlich das Oktoberfest. Hierfür braucht man die meisten Maßkrüge, denn dort werden rund 6 Millionen Maß getrunken.