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Die Tower Bridge ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Londons und gehört zu den schönsten Brücken der Welt. Über die Themse verbindet sie die beiden Stadtbezirke Southwark und Tower Hamlets.

Bauwerk für die einst größte Stadt der Welt

Die Bevölkerung Londons wuchs im 19. Jahrhundert extrem. Die Metropole war damals sogar die größte Stadt der Welt. Dadurch wurde der Verkehr so stark, dass zur Überquerung der Themse dringend eine große Brücke gebraucht wurde. Nach jahrelangen Überlegungen und Entwürfen wurde 1884 schließlich die Planung des Ingenieurs Joseph William Bazalgette angenommen und mit Hunderten von Bauarbeitern umgesetzt. Am 30. Juni 1894 eröffnete der spätere König Edward VII. das beeindruckende neugotische Bauwerk. Da sich nach und nach immer mehr Diebe und Prostituierte auf der Tower Bridge aufhielten, war sie ab 1910 für Fußgänger verboten. Erst seit 1982 kann sie auch wieder zu Fuß überquert werden.

Früher wurde die Tower Bridge durch Wasserdruck bewegt

Die Tower Bridge ist 244 Meter lang und etwa 65 Meter hoch. Die Türme sind aus Kalkstein. Zu Ehren des 25-jährigen Thronjubiläums von Queen Elizabeth sind seit dem Jahr 1977 alle metallenen Teile in den Nationalfarben Rot, Blau und Weiß gestrichen.
Bei der Durchfahrt von großen Schiffen wird die Brücke durch ihre zwei beweglichen Tragwerkteile hochgeklappt. Das Öffnen und Schließen geschah früher mittels eines hydraulischen Systems. Zwei Kolbendampfmaschinen pumpten dabei Wasser in Druckspeicher. Durch die dabei entstehende Kraft konnte die Brücke hochgeklappt werden. 1974 stellte man den Antrieb auf Ölhydraulik mit elektrischen Pumpen um.

Elf Meter langer Glasboden

Heute besuchen unzählige Touristen Tag für Tag das berühmte Wahrzeichen. Auf den zwei Stegen zwischen den Türmen, die von den Fußgängern genutzt werden, befindet sich eine Ausstellung zur Geschichte des Bauwerks. Dort hat man einen wunderbaren Blick auf die britische Hauptstadt London.
Auf dem Fußgängerüberweg gibt es außerdem seit 2014 einen elf Meter langen Glasboden. Von hier aus kann man über 40 Meter in die Tiefe blicken und dabei Autos und Boote beobachten. Auf der Südseite der Brücke ist der Eingang zu den Maschinenräumen, die ebenfalls besucht werden dürfen. Aber am spannendsten ist es natürlich beim Hoch- und Runterklappen der Brücke zuzuschauen. Das passiert etwa 800 bis 1.000 Mal im Jahr.